Selbsterfahrung (fortlaufender Kurs)




Ich erfahre mich

Das passiert uns jeden Tag. Und wir lernen jeden Tag hinzu und entscheiden uns, wie wir leben wollen und sein wollen.
Die hier vorgestellte fortlaufende Selbsterfahrungsgruppe lebt von dem Experiment. Jeder Teilnehmer kann aus seinem eigenen Wissen und seinem Können und Nicht-Können heraus, mit neuen Verhaltens- und Sehweisen experimentieren.
Das findet – anders als in unserem Alltag - in dem geschützten Rahmen einer Selbsterfahrungsgruppe statt.

In dieser Gruppe wird es auch um Wahrnehmung gehen. Wir nehmen permanent uns und unsere Umgebung wahr: Es ist kalt. Es ist warm. Der Andere schaut so komisch, er mag mich wahrscheinlich nicht. Der Chef hat schon wieder nicht 'Guten Morgen' gesagt, offensichtlich ist er mit meiner Arbeit unzufrieden.
Das, was wir aufgenommen haben, kann die Realität um uns abbilden, aber auch nicht.
Wahrnehmen hängt davon ab, ob ich frei bin, das zu hören, was wirklich ist (anstelle wie es in mir oder dem anderen sein muss).
Und Wahrnehmen hängt ebenfalls davon ab, ob ich frei bin, das zu fühlen, was wirklich in mir oder in dem anderen ist (anstelle, dass darf ich nicht fühlen, geschweige denn sagen).
 

unsere Lebens-Muster

Wir leben jeden Tag nach unseren tief und früh eingeprägten Mustern und nach dem, was wir dann schon als Erwachsene hinzugelernt haben.

Hieraus ergeben sich Fragen:

Welche Muster leiten mich?
Welche sind hilfreich und förderlich?
Welche bringen Leid oder Unwohlbefinden und scheinen doch  unveränderlich?
 

der Andere

Gerade in der Partnerschaft lassen wir meistens mehr Nähe zu als sonst in unserem Leben. Aber, der Andere muss auch unseren Wünschen und Vorstellungen entsprechen. Ist dem nicht so, entsteht Angst, es kann zu Fluchttimpulsen oder auch zu Aggressionen kommen. Was ist davon nun in mir selbst begründet und was Außen? Um darauf Antworten zu finden, gibt es Raum in der Gruppe.



 
Wir sehen in dieser Skulptur von Georg Kolbe ein Paar. Ein gewissen Harmonie scheint zwischen beiden zu bestehen: Sie berühren sich leicht. Beide haben das rechte Knie etwas gebeugt und schauen mit einem ähnlichen Blick in die Zukunft vor ihnen.
Wir kennen aber auch das Gegenteil: Es gibt kein gemeinsames Ziel mehr und jeder lebt trotz Partnerschaft für sich.
 

konfliktbereit – konfliktscheu

Konflikte begleiten uns durch das gesamte Leben. Alle haben wir dazu Rezepte an der Hand, wie wir damit umgehen wollen.
Eher schweigen, um den Konflikt nicht noch schlimmer zu machen. Lieber fünf gerade sein lassen als in einen chronischen Streit abzugleiten. Das sind alles gute Gründe, das Feuer klein zu halten, bevor es zum Flächenbrand wird.
Aber auch die andere Seite hat wesentliche Wahrheiten für uns parat. Denn die Konfliktbereiten bevorzugen, etwas zur Sprache zu bringen und Ross und Reiter zu nennen, um dann einer Lösung näher zu kommen. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
In der Gruppe wird nicht das richtige Verhalten gelehrt, sondern jeder kann im Kontakt mit den Anderen den eigenen Handlungsspielraum überprüfen und gegebenenfalls erweitern.
 


 
Hier ist ein Grenzstein zwischen zwei Dörfern zu sehen. Er steht hier friedlich in der Abenddämmerung.
Das Thema unausgeglichene Grenzziehung ist in jeder Form der Beziehung weit verbreitet – entweder wird eine Grenze übermäßig stark gezogen oder viel zu schwach.
 
 
Themen

In dieser Gruppe gibt es keinen festgelegten Ablauf. Vielmehr bringen die Teilnehmer ihre Themen mit. Das betrifft erfahrungsgemäß Situationen aus Beruf (Umgang mit Kunden, Kollegen, Klienten), Freizeit, Familie und Beziehung. Und darüber hinaus können auch innere Prozesse, über die stärker reflektiert werden möchte, ein Thema sein.
 
In unterschiedlichen Konstellationen kann daran in der Gruppe gearbeitet werden: Es besteht die Möglichkeit einer Einzelsitzung zwischen Teilnehmer und Leiter. Das kann eine Übung mit und in der Gruppe sein, die genau das mitgebrachte Thema verdeutlicht. Auch interaktiv kann ein Thema zwischen zwei Teilnehmern gestaltet werden.
 
Durch allgemeine Gruppenübungen wird das eigene Wahrnehmen von Prozessen in uns und in anderen geschärft und unsere Sinne werden feiner und sensibler.
 

Termine

Die Gruppe trifft sich einmal monatlich:
Dienstagabends von 18.30 – 21.00 Uhr
Meist ist es der letzte Dienstag im Monat (außer in den Ferien und bei Feiertagen).
 

Modalitäten  

Teilnehmen kann jeder an dem Thema Interessierte.
Ein Einstieg in die laufende Gruppe ist nach einem Vorgespräch gerne und jederzeit möglich.
Um eine Kontinuität in der Erfahrung zu gewährleisten, sind die ersten 5 Abende verbindlich zu besuchen und zu bezahlen. Auch bei Nichtteilnahme fällt die Gebühr pro Abend an.
Ab inklusive dem 6. Abend, den ein Teilnehmer besucht, wird nur bezahlt, wenn der Teilnehmer an dem Abend auch tatsächlich da war.  
 
 
Für Menschen mit psychiatrischen Vorerkrankungen

kann diese Gruppe förderlich oder nachteilig für die individuelle Situation sein. Das möchten wir gerne gemeinsam mit Ihnen vor Kursbeginn abklären.
 
Allgemein gilt: Alle Teilnehmer nehmen eigenverantwortlich an diesem Kurs teil. Jeder ist angehalten seine eigenen notwendigen Grenzen zu wahren.
 

Leiter

Hp Hajo Oldenbruch